16. April 2009

Kinderpornografie im Netz – Das Thema erhitzt derzeit alle Gemüter. Zurecht, denn sie gehört weder ins Netz noch sonst wohin. Darum geht es den Gegnern der Internetzensur aber nicht, zu der sich große deutsche Internet-Provider am Freitag freiwillig vertraglich verpflichten wollen. Mit Hilfe der Internetsperre sollen kinderpornografische Inhalte in Deutschland nicht mehr aufgerufen werden können. Aber die Sperre hat Haken. Ein Laie kann die Sperre umgehen und auch mit ihr auf die gesperrten Inhalte zugreifen. Einmal richtig in die Suchmaschine geschaut und der Umweg ist gefunden. Diejenigen, die sich bisher schon dieser Inhalte bedient haben dürften auch dieses Bisschen kriminelle Energie besitzen, um mit ein paar Änderungen in ihrem Internetbrowser vorzunehmen. Die Sperre an sich ist also in höchstem Maße unwirksam… aus technischer Sicht.

zensursula
Zensursulablone von Martin Haase

Aber da es nunmal die erste Sperre ihrer Art wäre, wäre ihre Anwendung nicht nur aus technischer Sicht fragwürdig. Sperrung, das heißt in erster Linie Bevormundung durch den Staat, Bevormundung bei etwas, das durch diejenigen, die diese Bevormundung ignorieren wollen auch können. Das Problem ist doch, dass hier Freiheitsrechte derjeniger Beschränkt mit einem Mittel das nicht einmal funktioniert. Und ja, die Benutzung des Internets ist Freiheit.

Wem der Erhalt dieser Freiheit am Herzen liegt, der sollte am Freitag zur Protestkundgebung gegen Internetsperren in einer freien Gesellschaft kommen:

Wann & Wo?

Am Freitag, den 17. April 2009
Zwischen 9 Uhr und 9:30 Uhr

Vor dem Presse- & Besucherzentrum der Bundesregierung (Bundespressekonferenz)

Reichstagufer 14 | U+S-Bhf. Berlin-Friedrichstraße
Karte: http://tinyurl.com/d9d7pm

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